Lohn zum Leben- bei den meisten Mode- Firmen nicht

Weil ich im vorigen Post die Firma Esprit erwähnt habe und in Frage gestellt habe, wie eine solche Firma einen EcoChic Designwettbewerb sponsern kann, ist mir doch glatt eine aktuelle Studie von Clean Clothes in die Arme gefallen:

Fragestellung: Wie fair zahlt Deine Marke?
Apropos: Esprit flüchtet sich in Worthülsen und verweigert nähere Angaben.  Replay, das sich gerade übrigens wacker als Ökorevolutionär präsentiert, ist da cuh nicht besser. Hier der link zur Studie von Clean Clothes.

--Mich erschreckt die Tatsache, dass in all den Jahren NGO-Arbeit sich keine dieser Firmen wirklich dazu durchgerungen hat, sich zum nachhaltigeren und fairen Produzieren bewegen lassen. Warum auch? 97 Prozent der KonsumentInnen rennen ihnen ja ohnehin die Tür ein....

Die kleinen Schritte mancher Labels hier sind begrüßenswert, doch nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die Masse kauft weiter und denkt nicht daran, ihr Konsumverhalten zu ändern. Selbst wenn sie einer geschundenen Näherin ins Gesicht sehen müsste dabei. Mitleidlosigkeit? Gefühllosigkeit? Reiner Egoismus? Woran liegt es, dass ein Großteil der Bevölkerung wirklich ein Handeln an den Tag legt, dass man nur mit egoistisch bezeichnen kann? Vielleicht, weil sie sich bequem in einer Masse verstecken kann? Weil es jedeR so macht?

--Zurück zur Studie: Mich erschreckt die unterschiedliche Label-Familie: Armani neben Benetton, Hugo Boss, Diesel, Desigual, Charles Vögele, Primark und Louis Vuitton. Verachtenswert finde ich besonders die Unverschämtheit von Luxusmarken wie Vuitton oder Armani.  Fein und abgehoben zu tun, Fetischobjekte der Luxusklasse zu produzieren und dabei ebenso unwürdig und verachtenswert Menschen auszupressen wie Billigmarken Marke Primark oder H&M, bei denen es auf der Hand liegt. Ich weiß nicht, wer schlimmer ist.

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